Wir sind Jonas!


Schiff bei Sturm

Nicht viele kennen die Geschichte des Propheten Jonas a.s. aka Yunus a.s, obwohl ihm im Kuran eine ganze Sura gewidmet wurde. Jonas a.s. war ein Prophet des Volkes Ninua, das im heutigen Irak in der Stadt Ninua am Tigris lebte. Wie viele Völker, die im Kuran erwähnt werden, bestand auch dieses aus Götzenanbetern.

Wie dem auch sei war Jonas a.s. zu Beginn ein motivierter, optimistischer Prophet, der seinen Pflichten nachging, den Menschen die Einheit Allahs erklärte und sie aufforderte nur Allah anzubeten.

Wie zu erwarten war stieß er zu Beginn auf harte Ablehnung und verlor schnell seine Motivation. Die Menschen von Ninua behandelten Jonas sehr schlecht, worauf dieser in der Angst, dass Allah diese Menschen bestraft, die Stadt verließ. Er hatte die Ignoranz der Menschen satt und dachte sich, dass Allah ihm eine neue Ummah in einer anderen Stadt geben wird.

Er fand ein Schiff, dessen Besatzung ihn mitnehmen wollte und fuhr den Tigris mit ihnen runter. Über Nacht zog ein Sturm auf und die Besatzung schmiss alle Sachen von Bord, bis sie merkten, dass das nicht ausreicht und schmissen (wie das Schicksal so will) auch Jonas a.s. von Bord. Als dieser seine Hoffnung verlor und immer weiter gen Meeresboden sank, wurde er von einem großen Fisch verschlungen.

Jonas a.s. merkte, dass er einen großen Fehler beging, als er die Stadt verließ. Er merkte, dass er nur Allah vertrauen musste und warf sich reuevoll nieder.

Nach dem Sturm fand Jonas a.s. sich am Ufer von Ninua wieder, wo ihn Menschen seiner Ummah wiederfanden, die, während er weg war, überlegt hatten, und zum Iman fanden. Sie trat in die Geschichte ein als die erste Ummah, die vom falschen Weg abkam und nunmehr glaubte.

Ihr werdet euch nun fragen, was wir mit Jonas a.s. gemeinsam haben, doch wenn Ihr scharf überlegt, werdet Ihr sehen, dass wir oft den gleichen Fehler begehen wie Jonas.

Unter dem Vorwand „alleine“ zu sein und „nichts bewirken zu können“ geben wir oft auf. Wir beachten nicht, dass auch die Propheten (Friede sei über Ihnen)  alleine waren. Sind sie nicht unsere Vorbilder?Sollten wir nicht auf Ihrem Pfad laufen?

Oft werden wir verspottet, weil wir versuchen den Islam auszuleben, weil wir halbwegs die Praktiken des Islams ausüben oder ständig auf den Rückseiten der Verpackungen nach „Gelatine“ suchen. Das traurige ist, dass es meist Menschen sind, die sich als Muslime bezeichnen, die uns am meisten verspotten.

Desweiteren werden wir als „Hoca, Imam, Haci usw.“ betitelt, was uns nicht stören sollte. Jedoch sollten wir die Psysche, die sich dahinter verbirgt besser verstehen. Es ist der Drang danach, die Selbstbetitelung als Muslim, trotz Nichtpraktizierung zu gerechtfertigen. Da ist natürlich ein Mensch, der sich als Muslim betitelt und ZUDEM betet, fastet und die Zakah entrichtet und sich trotz all der guten Taten nur als einfachen Muslim und Sünder bezeichnet und davor Angst hat in die Hölle zu kommen und sich demütig und bescheiden präsentiert, ein Dorn im Auge derer, die hoffen ins Paradies zu ziehen ohne einen Finger zu krümmen.

Worauf ich hinaus will ist, dass wir oft in bestimmten Freundeskreisen als Jonas dastehen. Wir sind alleine.

Fliehen oder Assimilieren sollten keine Handlungsmöglichkeiten sein.

Standhaft bleiben und auf Allah vertrauen ist der einzige Weg zum Heil.

Möge Allah uns zu den Standhaften machen, die nicht fliehen und sich eine Lehre aus den Leben der Propheten ziehen.

AMIN…

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Ein Kommentar zu “Wir sind Jonas!

  1. Salâm,

    mashaAllâh sehr schön. Dass du, nachdem du die Geschichte des Propheten Jonas kurz zusammengefasst hast, den Zusammenhang zwischen ihm (aleyhissalâm) und uns erläutert hast, finde ich schön,mashaAllâh. Und Tatsache ist: Du hast Recht.

    wa Salâm.

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