Drei Brüder


Es war einmal vor langer Zeit ein Vater, der seine drei Söhne hinaus in die weite Welt schickte, weil er sehr arm und schwach war und nicht die besten Möglichkeiten hatte sie zu erziehen und ihnen eine gute Bildung zu ermöglichen. Die Brüder zogen gemeinsam hinaus und legten sich in einem Dorf nieder.

Ihre Hoffnung gemeinsam ein Haus zu kaufen, wo sie zusammen leben können löste sich in Staub auf, als ein Streit zwischen den Brüdern entfachte. Alle drei Brüder hatten verschiedene Interessen, mit denen sie ihre Freizeit zu gestalten pflegten. Jedoch betrachtete jeder der Brüder die Freizeitaktivitäten der anderen Brüder als sinnlos und seine Aktivität als wichtiger:

1. Bruder: Dieser junge, sehr ehrgeizige und schnell aufbrodelnder junge Mann packte seine Sachen und kaufte sich ein Haus. Ihm war es egal, in welchem Zustand das Haus war. Hauptsache er konnte seine Tätigkeit ausleben. Eines Tages hörte er, dass seine Freund in seinem Heimatdorf, wo auch sein Vater weiterhin lebte, Bürgermeister geworden war und dies erfreute ihn sehr. Er vergaß seine Lieblingsaktivität und kümmerte sich fast nur noch um das politische Dasein seines Freundes im Heimatdorf.

2. Bruder: Bevor er sich auf die Suche nach seinem zukünftigen Haus machte, schrieb er ein Brief an seinen Vater und bat ihn um Unterstützung. Er war seinem Vater sehr verbunden und versuchte die Treue zu seinem Vater zu wahren. Die anderen beiden Brüder waren dem Vater sehr abgeneigt, weil dieser sie in ihren Tätigkeiten sehr gehindert hatte und seine volle Aufmerksamkeit auf den 2. Bruder lenkte.

3.Bruder: Er wurde des öfteren von seinem Vater bestraft, weil er Bücher las, die sein Vater nicht wollte. Doch er ließ sich nicht beeindrucken und las seine Bücher weiter. Er hatte sein gefallen daran die Textpassagen in seinem Lieblingsbuch, das genauso die Lieblingslektüre der anderen Brüder war, auswendig zu lernen. Er fand sein Haus und legte sich dort nieder. Er las und las….und las…lernte auswendig und lernt bis heute.

Sie waren alleine. Sie waren schwach. In einem Dorf, dass sie nicht kannten und wo viele Feinde lauerten. Der Vater war es im Endeffekt, der für die Trennung unter den Brüdern verantwortlich war. Er versuchte seine Meinung durchzusetzen. Doch dies war nur erfolgreich, solange seine Söhne im Hause waren. Als sie das Haus verliesen waren sie frei und wollten nichts mehr vom Vater wissen.

Der Vater, der in seiner Liebe zu seinen Söhnen nicht gemerkt hatte, dass er sie immer weiter von sich wegdrang.

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Ein Kommentar zu “Drei Brüder

  1. Die Brüder haben leider keinen Ziel vor Augen..
    ein ständiges hin und her aber nicht um einen Vision zu erfüllen und etwas sinnvolleres zu erreichen ( ausser ihre finanziellen, politischen oder emotionalen Begierden zu stillen oder um ihren Gewissen zu beruhigen) sondern aus Steinen die im Haufen einsam und nutzlos rumliegen einen Mauer zu bauen..

    Das Verhalten was von den Brüder hervorgebracht wird ist entweder um den Vater zu gefallen oder den Vater zu provozieren oder nur um etwas gemacht zu haben, damit die darüber reden können.. Unabhängig was für Auswirkungen es haben könnte..

    Dabei vergessen die Brüder, dass der Vater auch abhängig ist und gehorsam sein sollte gegenüber einer Macht dem nichts gleichzusetzen ist…

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