Minarettverbot: Lohnt es sich aufzuregen?


In vielen islamisch angehauchten Blogs muss dazu was gesagt werden. So habe ich es jetzt mitbekommen. Also gebe ich jetzt auch meinen Senf dazu:

Die Schweiz, das Land der Toleranz und Freiheit (welch Ironie) hat es nun bewiesen. Sie sind tolerant. Kann es sein, dass im schweizer Duden eine andere Definiton zu Toleranz steht, als in unserem guten alten deutschen Duden?… Anscheinend!

Wir wissen alle, dass es bei diesem Votum nicht um das Minarett ging, sondern um die Angst vor der Islamisierung.

In einem Land, in dem 400.000 von 8 Millionen Menschen Muslime sind hat man Angst vor dem Islam.

In einem Land, in dem es ganze 4 Minarette gibt ist es ja auch von Bedeutung ein Minarettverbot zu verhängen. Sehr verständlich.

Die rechte Flanke in Europa jubelt und die CDU stellt immer mehr ihre Zugehörigkeit zu dieser Flanke auf. Wolfgang Bosbach zum Beispiel hält nichts von Kritik am Verbot. Im Gegenteil, er versteht die Bedenken der schweizer Bevölkerung sehr gut. Jetzt weiß ich wieder, warum ich damals aus der CDU ausgetreten bin.

Legen wir mal die ganze Diskussion beiseite. Warum sollen wir uns jetzt aufregen? Sollen sie uns doch unsere Minarette und sogar unsere Moscheen wegnehmen. Für uns ist die ganze Erde eine Gebetsstätte. So sagt der Prophet (Friede sei auf Ihm).

Ich warte auf den Tag, an dem Moscheen geschlossen werden und Muslime auf der Domplatte, am Brandenburger Tor oder auf dem Königsplatz ihre Freitagsgebete verrichten, weil kein anderer Ort zur Verfügung steht und der Gebetsrufer sich auf den höchsten Platz stellt und „Gott ist größer“ ruft. So war es zur Zeit des Propheten und so wird es immer sein, ob mit oder ohne Minarett.

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von Diener Veröffentlicht in Alltag

4 Kommentare zu “Minarettverbot: Lohnt es sich aufzuregen?

  1. “So war es zur Zeit des Propheten.“

    So war es wirklich, leider wissen das viele Muslime nicht!! Vielen Dank für diesen Gedankenanstoß, aus diesem Standpunkt betrachtet sieht das Ganze anders aus.
    Es wäre für die Schweizer nur zum Vorteil gewesen, wenn man große Moscheen mit schönen Kacheln und Minarette bauen dürfte, jetzt ist es eher ein Schritt in die falsche Richtung..

    • selamaleykum,
      danke an euch beide.
      Es ist halt so, dass die Christen sich nicht über volle prachtvolle Moscheen, sondern über prachtvolle, aber leere Kirchen Gedanken machen sollten.
      Genauso sollten wir uns weniger um ein Teil eines Gebäudes, das völlig belanglos für unser Gebet ist, nicht so emotional reagieren und uns auf unsere Rationalität besinnen, aber auch nicht völlig kleinbei geben, denn auch wenn ein Minarett nicht von Bedeutung ist hat keine Instanz das Recht uns vorzuschreiben, wie eine Moschee auszusehen hat.

  2. Pingback: Bir Arayışın Yolculuğu

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